Das Leben als Student kann so schön sein. Man steht endlich auf eigenen Beinen. An den Hochschulen findet man schnell neue Freunde und auch die Zeit bis zur nächsten Party ist meist nur kurz. Wären da nur nicht die Kosten. Die Miete muss pünktlich überwiesen werden und die Professoren empfehlen alle Bücher am besten sofort zu kaufen. Zudem will nicht nur das Essen, sondern auch das Getränk auf der nächsten Party bezahlt werden. Aber wo soll ich mich bewerben? Und wo finde ich die passenden Stellenangebote? Wir haben ein paar Tipps für den passenden Studenten Nebenjob zusammengestellt.

Da nicht jeder Student über das nötige Kleingeld verfügt, hilft oft nur ein Aushilfsjob um die Lebenskosten zu decken. Stipendien als Alternative zu Studentenjobs bekommen leider auch nicht alle Bewerber. Es ist klar, dass die Verbindung zwischen Nebenjob und Uni stressig sein kann. Jedoch ist die dazugewonnene Praxiserfahrung nicht ersetzbar. Oft bietet sie einen Vorteil gegenüber anderen Kommilitonen und ermöglicht somit eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Außerdem kann das positive Auffallen im Nebenjob ein Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit im Unternehmen sichern. Oft besteht sogar die Möglichkeit, dass es gleich zu einer Festanstellung kommt.

Der Einblick in ein Start-up-Unternehmen ist eine von vielen Möglichkeiten um praktische Erfahrung zu sammeln. Hier kann der Betroffene herausfinden, ob ihm flache Hierarchien und die Arbeitsumgebung in einem jungen Unternehmen gefallen oder nicht. Oft kommt es auf den Typ Mensch an, ob er später lieber in einem Konzern mit festen Strukturen arbeiten will oder ob er seine eigenen Ideen und Vorstellungen vermehrt in das Unternehmen mit einbringen möchte.

Viele Studenten nutzen derweil die Möglichkeit neben der Uni zu arbeiten. Laut der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks sind 68% der über 2,7 Millionen Studenten erwerbstätig. Im Schnitt arbeiten sie 13,5 Stunden in der Woche.

 

Welche Art von Job?

Gefälligkeitsjobs

Gerade im Familienbereich gibt es viele Möglichkeiten sich etwas dazuzuverdienen, sei es denn als Babysitter, als Nachhilfelehrer oder als Umzugshelfer. Diese Jobs lassen sich sehr gut mit dem Studium vereinbaren, da sie eher zu Randzeiten stattfinden (abends oder am Wochenende). Also warum nicht Musikunterricht geben oder Sprachen lehren.

Jobs in Unternehmen, aber auch auf Messen, gerade Promotionjobs sind unter Studierenden sehr beliebt. Man sollte sich jedoch zuvor entscheiden, ob man ein Voll- oder Teilzeitpraktikum machen möchte oder ob auch eine anspruchsvolle Tätigkeit als Werkstudent in Frage kommt.

Außerdem gibt es noch weitere Möglichkeiten um Geld zu verdienen. Die Mitarbeit in der Marktforschung, die Arbeit als Barkeeper, Parkhauswächter, Call-Center Mitarbeiter, Kassierer, Verkäufer oder die Nachtwache z.B. im Krankenhaus.

Warum so weit in die Ferne schweifen? Passende Jobs an der Uni finden

  1. Der Lehrstuhl HiWi

Wenn Ihr euch nach einem Job umseht dann schaut doch mal bei Eurer Fakultät nach. An Lehrstühlen werden immer wieder wissenschaftliche Hilfskräfte gesucht. Die Einsatzmöglichkeiten von HiWis sind sehr unterschiedlich. Als HiWi müsst Ihr für die Profs mal Vorlesungen vorbereiten, mal für eine wissenschaftliche Publikation Artikel recherchieren oder Daten in eine Excel Tabelle eintragen. Schaut Euch einfach die Stellenausschreibungen an. Die Tätigkeiten werden jedoch nicht immer genau beschrieben. Manche Lehrstühle schreiben aber gezielt für bestimmte Funktionen wie zum Beispiel die Betreuung der Lehrstuhlwebseite einen HiWi aus. Als Lehrstuhl HiWi hat man jedenfalls immer einen direkten Draht zu den Mitarbeitern, was an einer Universität sehr vorteilhaft sein kann. Früher war dieser klassiche Studenten Nebenjob auch als Aktenkofferträger oder Kopiergehilfe bekannt. Heute ist das Betätigungsfeld sicherlich vielfältiger.

  1. Der Verwaltungs-HiWi

Wollt Ihr lieber nicht an einem Lehrstuhl arbeiten gibt es noch weitere Möglichkeiten als Hilfskraft an Hochschulen tätig zu sein. Viele Verwaltungseinrichtungen an Hochschulen suchen regelmäßig studentische Aushilfen. Verwaltungsjobs finden sich beispielsweise an Dekanaten, in der Studienberatung oder in der Bibliothek. In vielen Universitätsstädten befinden sich Forschungsinstitute. Fachnahe Institute bieten sich auch für ein Praktikum oder Ferienjob an. Vielleicht habt Ihr diese bislang nicht als potentiellen Arbeitgeber betrachtet, da Ihr in einem anderen Fachbereich studiert. So ein Fraunhofer Institut benötigt jedoch auch viele studentische Aushilfen in der Verwaltung.

  1. Der Studienteilnehmer

In vielen Fachgebieten werden Studien mit Menschen durchgeführt. Wenn es an Eurem Studienort eine Medizin oder Psychologie Fakultät gibt dann sollte es ein leichtes sein an der einen oder anderen Studie teilzunehmen. Für gewöhnlich werden Studienteilnahmen nach Aufwand und Dauer entlohnt. Der dabei errechnete Durchschnittslohn entspricht meist dem eines HiWis. Für manche risikobehafteten Studien gibt es auch schon einmal einen besonderen Zuschlag. An meiner Universität konnte man beispielsweise mal an einer Studie zu einem Malaria Experiment teilnehmen. Hierfür musste man sich mit Malaria infizieren lassen. Dem risikobereiten Teilnehmer wurden dafür dann ungefähr 1700 Euro angeboten. Ein anderes Beispiel wäre eine Studie der Deutschen Luft-und Raumfahrt, welche Teilnehmern eine Vergütung von knapp 8000 Euro boten dafür, dass man 30 Tage mit einer negativen Schräglage im Bett verbringt. Aber vielleicht tut es für den Anfang auch ein kleiner Fragebogen für 12 Euro. Gerade bei kleineren Studien können sich Studenten unkompliziert anmelden.

Aushilfstätigkeiten – gewöhnlich und ungewöhnlich

  1. Der Klassiker: Kellnern

Ob Ihr in einer kleinen Studentenstadt oder in einer Großstadt studiert, die nächste Bar oder das nächste Restaurant sind selten weit. Kellnern ist ein Klassiker unter den Studentenjobs. Zum einen werden Servicemitarbeiter immer wieder gesucht. Zum anderen kann ein gutes Trinkgeld aus einem kleinen Stundenlohn ein insgesamt sehr attraktives Einkommen darstellen. Manche Bars zahlen zusätzlich eine Umsatzprovision. Besonders lukrativ für gut geübte Servicekräfte ist beispielsweise das Kellnern im VIP Bereich einer Disko. Hier kann der Verdienst auch schon mal mehrere hundert Euro in einer Nacht sein. Ruhiger, aber ebenfalls sehr lukrativ, geht es in Sternerestaurants zu. Hier wird auch gerne viel Trinkgeld gezahlt. Wer Nebenjobs in der Gastronomie sucht sollte sich aktiv bewerben. Für viele Jobs gibt es oft keine Stellenangebote, hier läuft noch viel über Empfehlungen.

  1. Der Einsame

Wer es lieber still mag, für den ist vielleicht der Job als Park- oder Nachtwächter genau das Richtige. Die ruhigen Momente an den Überwachungsschirmen werden meist nur von den routinemäßigen Kontrollgängen unterbrochen. Wenn es ruhig zu geht kann man auch schon mal ein Buch auspacken und vielleicht sogar ein wenig lernen. Ist zwar meistens nicht erlaubt, verhindern lässt es sich aber auch nicht. Die Anforderungen sind gering, aber in den Nachtschichten ist die Bezahlung dafür gar nicht schlecht. Ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis sollte man allerdings schon vorweisen können.

 

Wo kann ich suchen?

Sei es der gewöhnliche Job als Kellner oder die eher ungewöhnliche Tätigkeit als Parkhauswächter, es gibt eine Vielzahl an Anlaufstellen um den passenden Nebenjob zu finden. Die meisten Anlaufstellen für Nebenjobs Stellenangebote sind für Studenten kostenlos.

Das Studierendenwerk Deiner Hochschule hängt regelmäßig online sowie offline aktuelle Stellenausschreibungen aus. Außerdem kann im Internet über Jobportale wie Monster und Stepstone, aber auch über Suchmaschinen wie Google eine geeignete Tätigkeit gefunden werden. Des Weiteren bieten Karrierenetzwerke, zu denen unter anderem Xing und LinkedIn zählen, die Möglichkeit direkten Kontakt zu den Unternehmen aufzubauen.

Aber nicht nur online, sondern auch offline kannst Du fündig werden. Die Stellenanzeigen in der Tageszeitung, das schwarze Brett an der Hochschule und nicht zuletzt der Kontakt aus dem Familien- und Freundeskreis bieten eine gute Möglichkeit um einen erfolgreichen Berufseinstieg zu finden.

 

Verdienst und Arbeitszeiten

Arbeitsstunden pro Woche sind begrenzt. Gerade was die Krankenversicherung und die Steuern angeht. Während des Semesters darf man nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, sonst ist der Sonderstatus als Student in Gefahr. In den Semesterferien ist dies anders, hier muss keine zeitliche Begrenzung eingehalten werden.

Folgende Regeln sind zudem beachten:

  • Man darf nicht mehr als zwei Monate am Stück oder 50 Arbeitstage im Jahr arbeiten (Kurzfristige Beschäftigung)
  • Bei langfristiger Beschäftigung muss es sich um eine geringfügige Beschäftigung handeln (450 Euro-Jobs)
  • Der Nebenjob sollte mit dem Bafög vereinbar sein

Fazit

Wir haben Dir hier nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten aufgezeigt um neben dem Studium Geld zu verdienen. Fakt ist, der Arbeitsmarkt ist groß und jeder kann den passenden Nebenjob für sich finden, sei es an der Universität oder in einem Unternehmen. Wichtig ist, dass man Eigeninitiative zeigt und genau recherchiert. Und nach einer erfolgreichen Suche kannst du nicht nur deine monatlichen Kosten decken, sondern auch den Weg in die Berufswelt finden. Studentenjobs können zudem hilfreich beim Start in das Berufsleben sein. Wer die passenden Nebenjobs schon währen dem Studium findet, der muss sich später nicht ohne Berufserfahrung bewerben. Das passende Buch zur Jobsuche kannst Du übrigens auch im Onlineshop von Studibuch finden. Schau doch einfach mal bei uns vorbei.