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Ein altbekanntes Studenten-Problem: Wenn es drauf ankommt, mangelt es an Konzentration! Besonders, wenn man lernen MUSS und so viele Ablenkungen in jeder Ecke lauern…Und selbst, wenn das Handy weit weg liegt und Facebook geschlossen ist, kreisen die Gedanken in unseren Köpfen um alles andere als um das Lernthema. Damit Dir das weiterhin nicht mehr passiert, haben wir die besten Konzentrationstipps zusammengestellt, die Dir helfen, Dich besser zu konzentrieren.

Generelle Tipps wie genug Wasser trinken, Sport treiben und viel Schlaf, können Wunder wirken. Falls Du Tipps für mehr Produktivität im Alltag suchst, hier entlang. Doch hier wir wollen Dir zusätzlich konkrete Tipps und Tricks bieten, wie Du sofort Deine Konzentrationsfähigkeit steigern kannst, ohne Deine Lebensumstände komplett umkrempeln zu müssen:

 

Ablenkungen eliminieren

Wenn Du Dich auf nur eine Sache konzentrieren möchtest, ist es wichtig, alle Ablenkungen zu eliminieren. Mache Dir einfach bewusst, was Dich ablenken kann. Dazu gehört zum Beispiel, das Smartphone außer Reichweite zu legen und stumm zu schalten oder E-Mail-Benachrichtigungen auszustellen. Denn wenn Du einmal tief in der Konzentration steckst, reißen Dich Töne und Benachrichtigungen schnell aus diesem wertvollen Moment heraus.

Wenn Du am Laptop oder Computer arbeitest, ist die Versuchung oft groß, „nur mal eben kurz“ bei Facebook oder Youtube vorbeizuschauen. Doch schwupp, ist schnell mal eine Stunde für sinnloses Umherscrollen vergangen. Damit das nicht passiert, kann ich Dir Programme oder AddOns empfehlen, die Dir erlauben, Websites zu sperren. Das klingt zwar sehr rigoros, doch manchmal muss man sich selbst austricksen, um erfolgreich zu sein. Ich benutze für Google Chrome zum Beispiel StayFocusd. Damit kannst Du bestimmte Websites auf eine Liste setzen und einstellen, wie lange diese geblockt werden sollen. Sobald Du in diesem Zeitraum versuchst, eine der Seiten zu besuchen, erscheint ein Bildschirm, der Dich daran erinnert weiterzuarbeiten. Du kannst auch eine Zeit festlegen, wie lange Du eine Seite benutzen darfst. Ist diese Zeit abgelaufen, ist die Seite für den Rest des Tages für Dich gesperrt. Du kannst zum Beispiel festlegen, dass Du nur eine halbe Stunde auf Facebook verbringen darfst. Für den Mac kannst Du auch die App SelfControl nutzen.

 

Zeit einteilen

Teile Dir Deinen Tag in Blöcke ein. Wie lang diese sind, kannst Du selbst bestimmen. Plane zum Beispiel ein, nach dem Frühstück 60 Minuten für ein Fach zu lernen und dann eine Pause zu machen. Dann lernst Du 60 Minuten für ein anderes Fach. So stellst Du sicher, dass Du ausreichend Pausen einlegst, in denen Dein Gehirn kurz abschalten kann. Außerdem sorgst Du für Abwechslung, wenn Du Dich nicht stundenlang auf ein einziges Fach konzentrierst. Wichtig ist, dass Du Pausen fest einplanst und diese auch wirklich machst. Doch wenn Du in einer absoluten Hochphase der Konzentrationsfähigkeit bist, ist es nicht ratsam, gezwungenermaßen nun eine Pause einzulegen. Nutze Deine Hochs aus und verschiebe eine Pause auch ruhig mal etwas nach hinten, wenn es gerade gut läuft.

Eine bekannte Technik, die Du anwenden kannst, ist die Pomodoro-Technik. Dabei stellst Du einen Timer auf 25 Minuten und arbeitest in dieser Zeit wirklich NUR an dieser einen Aufgabe. Dann machst Du 5 Minuten Pause, in der Du Dich nicht mehr mit dem Thema beschäftigst. Nach vier solcher Einheiten machst Du dann eine größere Pause. Diese Technik hilft sehr gut, die Konzentration auf eine Sache zu lenken und diese schnell fertigzubekommen. 25 Minuten sind eine überschaubare Zeit und es ist wesentlich leichter, sich auf 25 Minuten Arbeit einzustellen, als sich vorzunehmen, 3 Stunden durchzuackern.

Du kannst Deine Pausen zwischen dem Lernen auch dazu nutzen, einen kurzen Power Nap einzulegen. Für viele Menschen ist dies sehr effektiv. Ich muss gestehen, bei mir artet ein Power Nap immer schnell in einen dreistündigen Mittagsschlaf aus, nach dem ich zu nichts mehr zu gebrauchen bin. Also ist es wichtig, dass Du Dir einen Wecker nach 10 Minuten stellst und dann wirklich wieder aufstehst. Sonst solltest Du es lieber lassen.

 

Ideen und Gedanken aufschreiben

Alles, was Dir während Deiner Konzentrationsphase durch den Kopf schießt, aber nicht zum eigentlichen Thema gehört, solltest Du einfach auf ein leeres Blatt Papier schreiben. Sonst beißt sich dieser Gedanke in Deinem Kopf fest und Du kannst Dich nicht mehr auf die eigentliche Sache fokussieren. Zu solchen Gedanken zählt so was wie „Oh, ich muss nachher auf jeden Fall noch Oma anrufen“ oder „Morgen habe ich ja Sport, ich muss meine Tasche noch packen!“ Wenn Du solche Fetzen notierst, musst Du keine Angst haben, sie zu vergessen und kannst Dich mit einem freien Kopf auf Deine Arbeit konzentrieren.

 

Das Wesentliche im Auge behalten

Versuche Dich in Deiner festgelegten Zeit nur auf das wirklich Wesentliche zu konzentrieren. Zuvor solltest Du dafür Ziele definieren, die Du in dieser Zeitspanne erreichen willst. Überlege Dir, wie Du diese am effektivsten erreichen kannst, ohne Umwege zu machen. Beiße Dich nicht an kleinen Problemen fest, sondern behalte das große Ganze im Auge. Am besten legst Du Dir eine Liste an, was Du an diesem Tag schaffen willst. Davon priorisierst Du dann, was am wichtigsten ist und zuerst erledigt werden sollte.

 

Die Umgebung

Auch Deine Umgebung spielt eine große Rolle für Deine Konzentration. Für mich ist es immer wichtig, dass es ruhig und aufgeräumt ist. Wenn um mich herum Unordnung herrscht, herrscht diese auch in meinem Kopf. Doch das ist jedem selbst überlassen. Du musst die für Dich die Umgebung wählen, die Deine Konzentrationsfähigkeit optimal unterstützt. Für manche Menschen ist absolute Ruhe gar nichts, dann kannst Du Dir einfach Orte suchen, wo eine angenehme Hintergrundkulisse herrscht. Das kann ein Café sein oder die Bücherei. Oft ist es auch motivierend, andere Menschen um sich herum zu haben, die ebenfalls konzentriert arbeiten. Für etwas Abwechslung kannst Du hin und wieder Deinen Lernort wechseln. Heute am Schreibtisch, morgen im Café, übermorgen die Bücherei. Besonders wenn Du noch nicht genau weißt, wo und wie Deine Konzentration am besten ist, solltest Du mehrere Umgebungen austesten.

 

Begeisterung

Auch wenn es oft schwer ist, solltest Du versuchen, mit Begeisterung an Deine Aufgabe heranzutreten. Denn wenn man mit Begeisterung bei der Sache ist, kann man sich automatisch besser konzentrieren, bleibt bei der Sache und vergisst alles um sich herum. Um Dich für eine Aufgabe zu begeistern, auf die Du eigentlich keine Lust hast, solltest Du versuchen, sie einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Versuche mit etwas Abstand auf sie zu blicken und gehe nicht gleich mit einer Null-Bock-Einstellung an die Arbeit. Welchen Sinn hat Deine Aufgabe? Was bringt sie Dir persönlich? Was kann sie Dir in Zukunft bringen? Visualisiere Dir vor Deinem inneren Auge, wie Du motiviert und voller Elan an Deiner Aufgabe arbeitest. Stelle Dir vor, wie es sich anfühlt, wenn Du mit Deiner Arbeit fertig bist. Du wirst stolz und erleichtert sein. Mache Dir dieses Gefühl schon vorher als Motivator zunutze. Statt Dir einzureden, dass Du die Aufgabe sowieso nicht bewältigen kannst und dass das Lernen keinen Spaß macht, solltest Du Dir sagen, dass die Aufgabe ruckzuck erledigt ist und die Lösung nur einen Katzensprung entfernt ist. So schaffst Du es, Dich unbewusst für Deine Aufgabe zu begeistern.

 

Musik

Musik kann ein hilfreiches Mittel sein, wenn es darum geht, die Konzentration zu steigern. Am besten suchst Du bei Spotify oder Youtube nach Begriffen wie „Study Music“ oder „Music for Concentration“. Es gibt eine Reihe an Playlists, die Du ausprobieren kannst. Von ruhiger Klaviermusik bis zu deftigem Elektro. Gut ist, was Dir gefällt und Dich nicht ablenkt. Für mich funktionieren am besten ruhige Songs ohne Gesang. Besonders ruhige Klavier- oder Gitarrenstücke sind super. Du kannst es aber auch mit Hintergrundgeräuschen wie weißem Rauschen, Regen oder Wellengeräuschen probieren.

 

Meditation

Wenn es Dir schwerfällt, lange bei einer Sache zu bleiben und Du gedanklich immer wieder abschweifst, kannst Du es mit Meditation probieren. Sie kann Dir helfen, die Konzentration zu steigern und Deine Gedanken besser zu kontrollieren. Falls Du es mal ausprobieren möchtest, würde ich Dir den Podcast „Balloon – Einfach meditieren“ empfehlen. Er bietet Dir einen optimalen Einstieg in die Meditation und verspricht, Dich in zehn Tagen zu mehr Gelassenheit und Ruhe zu bringen. Dafür brauchst Du morgens oder abends nur ca. 10 Minuten. Das ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber einen Versuch ist es meiner Meinung nach wert. Erst danach kannst Du richtig darüber urteilen. ;-).

 

Weitere Konzentrationstipps?

Hoffentlich waren ein paar Tipps für Dich dabei, die Dir in Zukunft helfen! Probiere sie doch einmal aus und berichte uns, was bei Dir am besten klappt! Hast Du noch weitere Konzentrationstipps für uns? Dann immer her damit!

 

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Michelle Schnackenberg

Michelle Schnackenberg

Michelle steckt in den letzten Zügen ihres „irgendwas mit Medien“-Studiums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in den Münchener Bergen, an der Nordsee oder mit der Nase in einem guten Buch. Ansonsten ist sie gerne kreativ, zeichnet, fotografiert, näht, musiziert und schreibt.
Michelle Schnackenberg