Durchschnittliche Lesezeit: 3 Minuten

 

Die Modeindustrie zählt zu den ressourcenintensivsten Branchen überhaupt. Besonders billige Kleidungsstücke gehen schnell kaputt, sodass Du gezwungen bist, bald die nächsten Teile zu ershoppen. Nachhaltig ist das ganz und gar nicht. Deshalb stellt sich die Frage: Wie kann man die Lebensdauer von Kleidung verlängern? Und genau das erfährst Du hier.

Lüften statt waschen

Mit jedem Durchlauf in der Waschmaschine nutzen sich Deine Kleidungsstücke ab. In der Regel ist es nicht nötig, ein Kleidungsstück wie eine Hose bereits nach einmaligem Tragen direkt wieder zu waschen. Du kannst Deine Kleidung getrost mehrmals anziehen. Wenn sich beispielsweise in einer Jeans einmal Gerüche vom Kochen oder Rauchen festgesetzt haben, genügt es meist, sie zunächst auszulüften. Besonders bei Naturmaterialien wie Wolle neutralisieren sich Gerüche von selbst. Das Lüften im Freien funktioniert besonders gut in trockenen, kalten Nächten und an sonnigen, windigen Tagen.

 

Extra-Tipp für Deine Lederjacke: Du kannst sie feucht abwischen, und Gerüche wirst Du los, indem Du Deine Lederjacke bei feuchtem Wetter im Freien lüftest. Nebel oder leichter Nieselregen helfen sogar bei verschwitzter Kleidung. Das gilt natürlich nicht nur für Lederjacken, sondern auch für alle anderen Teile aus Leder.

Lagerung von saisonaler Kleidung

Du hast nicht viel Platz im Kleiderschrank und verstaust saisonale Kleidungsstücke wie Winterjacken oder leichte Sommerkleider, wenn Du sie nicht brauchst? Dann solltest Du darauf achten, dass die Kleidung während dieser Monate trocken lagert. Ansonsten können sich leicht muffige Gerüche bilden, besonders bei einer Lagerung in Kellerräumen. Schlage die Kleidungsstücke am besten in Papier ein, um sie zu schützen. Außerdem solltest Du diese Kleidung vor Mottenbefall schützen.

Natürlicher Mottenschutz

Kleidermotten fressen unzählige Löcher in Deine Modestücke und machen sie damit komplett unbrauchbar. Zum Glück gibt es einige natürliche Düfte, welche die lästigen Insekten fernhalten: Zedernholz oder Lavendel. Du kannst Dir kleine Zedernholz-Stücke besorgen und sie einfach in Deinen Kleiderschrank legen, oder Du investierst in hochwertige, langlebige Kleiderbügel aus Zedernholz. Eine andere Alternative ist getrockneter Lavendel. Du kannst kleine Lavendelkissen zwischen Deine Kleidung legen oder einfach ein offenes Glas mit Lavendel gefüllt in Deinen Schrank stellen. Mit diesen Düften hältst Du nicht nur die Motten fern von Deinem Kleiderschrank, sondern sorgst auch dafür, dass Deine Kleidung lang anhaltend gut riecht.

 

Extra-Tipp: Lavendel in kleine Säckchen gefüllt ist ein schönes und nützliches DIY-Geschenk. Vielleicht kannst Du die Säckchen sogar selbst aus alten Stoffresten zusammennähen.

Wie neu durch Reparatur

Deine Lieblings-Jeans hat einen Riss, Deine Socken haben Löcher an den Zehen und von Deinem weißen Hemd ist ein Knopf abgerissen? Kein Grund, Dir gleich ein neues Outfit zu kaufen! Kleine Risse und Löcher kannst Du selbst wieder zunähen oder stopfen. Bei größeren Schäden oder wenn ein Teil mal nicht mehr richtig passt, mache Dich auf die Suche nach einer Änderungsschneiderei in Deiner Stadt. Kleidung reparieren oder ändern lassen, ist günstiger, als sie durch neue zu ersetzen.

 

Extra-Tipp zur Pflege: Du kennst sie sicherlich auch, die kleinen Knötchen, die sich nach einiger Zeit auf der Kleidung bilden. Mit einem Pilling-Gerät kannst Du sie entfernen und die Kleidung sieht wieder aus wie neu. Frage doch einmal in Deinem Verwandtschafts- und Bekanntenkreis, ob jemand einen Knötchen-Rasierer besitzt, den Du Dir für ein paar Tage ausleihen könntest.

Upcycling

Wenn ein Kleidungstück einmal so kaputt oder zu klein sein sollte, dass Reparieren nicht in Frage kommt, kannst Du es immer noch upcyclen. Alte, zerrissene Jeans kannst Du abschneiden und als Shorts weitertragen. Aus einem kaputten Blümchenkleid kannst Du Streifen schneiden und als Haarband tragen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – und falls Du selbst nicht so kreativ bist, kennst Du vielleicht jemanden, der oder die aus Deinen alten Kleidungsstücke noch etwas zaubern kann.

In Fair Fashion investieren

Es ist eine einfache Rechnung: Billige Kleidung geht schneller kaputt. Minderwertige Stoffe und schlechte Nähte sind anfälliger für Risse und Löcher. Eine Investition in hochwertige Kleidung, zum Beispiel von einer Fair-Fashion-Marke, lohnt sich daher. Wenn Du Fair Fashion kaufst, kannst Du sicher sein, dass Deine Kleidung umweltfreundlich, nachhaltig und ohne Ausbeutung von Mensch und Tier produziert wurde. Ein einzelnes Kleidungsstück kostet dann vielleicht in der Anschaffung mehr Geld, wird aber dafür auch länger leben. Wenn Du bei der Pflege Deiner lieb gewonnen Fair-Fashion-Teile unsere Tipps beherzigst, wirst Du bestimmt lange Deine Freude damit haben!

 

Hast Du weitere Tipps, wie man die Lebensdauer von Kleidung verlängern kann? Dann schreibe uns gerne einen Kommentar dazu!

 

Teilt jetzt unseren Beitrag:
Franziska Saur

Franziska Saur

Studentin und Autorin bei Vom Buch zum Blog
Franziska studiert germanistische Sprachwissenschaften im Master an der Universität Heidelberg und beschäftigt sich auch auf Ihrem eigenen Blog mit ähnlichen Themen.
Franziska Saur