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Vor einigen Wochen haben wir darüber geschrieben, wie Du Deine schriftliche Bewerbung perfektionieren kannst. Heute soll es um Tipps für den Lebenslauf gehen: Welche Informationen dürfen in keinem Lebenslauf fehlen und wie entscheidest Du, welche Details Du mit aufnimmst?

Der tabellarische Lebenslauf soll möglichst schnell und übersichtlich Auskunft über Dich geben. Du solltest darauf achten, dass er nicht mehr als ein bis zwei Din A4-Seiten umfasst. Das heißt, Du wirst nicht für alle Deine Berufserfahrungen, Kompetenzen und Aktivitäten Platz haben. Daher solltest Du Deinen Lebenslauf immer ein wenig daran anpassen, wofür Du Dich bewirbst. Je nachdem, ob es sich um eine Bewerbung für eine Ausbildung (Universität, Auslandssemester, Stipendium etc.) oder eine Stelle (oder auch Praktikum, Volontariat, Trainee-Stellen etc.) handelt, legst Du Deinen Fokus ein wenig anders: Geht es beispielsweise um eine Bewerbung im universitären Kontext, kannst Du es mit in den Lebenslauf aufnehmen, wenn Du an (studentischen) Tagungen oder Symposien teilgenommen hast. Bewirbst Du Dich hingegen für einen Bürojob, lege Deinen Fokus eher auf EDV-Kenntnisse und Ähnliches.

Der Lebenslauf sollte immer aktuell sein. Am besten, Du legst ein Dokument an, das Du immer direkt aktualisierst, sobald Du z. B. ein Praktikum absolviert, einen Abschluss erlangt hast – das kann z. B. auch die Teilnahme an einem Computerkurs zu einer Programmiersprache oder einer spezifischen Anwendung sein, sowie Sprachkurse und Ähnliches, denn damit kannst Du diese Fähigkeit direkt mit in Deinen Lebenslauf aufnehmen.

Was muss rein?

Dein Lebenslauf sollte Rubriken mit Angaben zu Deiner Person, Ausbildung, bisherigen beruflichen Erfahrungen und Deinen Kompetenzen enthalten. Diese listest Du steckbriefartig auf:

 

Angaben zur Person

Hierzu gehören Staatsangehörigkeit bzw. Nationalität, Geburtsdatum und -ort, Deine aktuellen Kontaktdaten (Adresse, Mail-Adresse, Telefonnummer, aber auch Links zu Deinen Profilen in sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn, sofern Du dort angemeldet bist) und ein professionelles Bewerbungsfoto.

Ausbildung

Hierher gehören alle Deine bisherigen Schulabschlüsse und Hochschulabschlüsse mit Angaben der Jahreszahlen sowie Dein aktueller Ausbildungsabschnitt. Auch Deine Abschlussnote kannst Du direkt mit angeben (spätestens auf Deinem beigelegten Zeugnis wird man sie ohnehin sehen). Wenn es für die aktuelle Bewerbung interessant ist, kannst Du auch den Titel Deiner Abschlussarbeit angeben (zum Beispiel den Titel Deiner Bachelorarbeit bei Bewerbungen für einen Master-Studiengang).

Berufliche Erfahrungen

Welche beruflichen Erfahrungen hast Du bereits gesammelt? Hierzu zählen auch Praktika und Nebenjobs. Wenn Du vielleicht noch ganz am Anfang stehst und gerade erst die Schule abgeschlossen hast, denkst Du vielleicht, Du hättest noch nichts vorzuweisen – aber überlege noch einmal. Auch einwöchige Schülerpraktika und Ferienjobs kannst Du hier angeben. Jeder muss seine Karriere schließlich irgendwo beginnen! Wenn Du dann bereits zwei längere Praktika in einem bestimmten Berufsfeld absolviert hast, kannst Du Dein Schülerpraktikum aus dem Lebenslauf entfernen.

Deine Kompetenzen

Hier kannst Du maßgeschneidert, wie es am besten zu Dir passt, verschiedene Rubriken und Unterpunkte auflisten. Dazu gehören beispielsweise EDV-Kenntnisse, Sprachkenntnisse, Weiterbildungen, Workshops, aber auch ehrenamtliches Engagement. Eine persönliche Note verpasst Du Deinem Lebenslauf zuletzt, indem Du Deine Hobbys angibst, z. B. wenn Du in einem Verein tätig bist. Solltest Du ein außergewöhnliches Hobby ausüben, bietet diese Information für die Personalchefs einen angenehmen Anknüpfungspunkt in einem Bewerbungsgespräch.

Der etwas andere Lebenslauf

Je nachdem bei welchem Arbeitgeber Du Dich bewerben möchtest, kannst Du auch mal einen ganz anderen Lebenslauf erstellen. In manchen Jobs kann eine persönliche Webseite als online Lebenslauf sogar schon üblich sein. Das bietet Dir dann die Möglichkeit noch eine Vielzahl an Referenzen unterzubringen, sofern Du schon welche hast. Auch Arbeitsproben können so je nach Job ansprechend präsentiert werden. Aber auch hier solltest Du darauf achten alle Daten korrekt und ohne Lücken anzugeben. Sollte Deine Lücke ein längere Weltreise sein, dann kannst Du das auf einer Webseite auch elegant mit ein paar Bildern belegen. Für die ganz mutigen gibt dann auch noch den sogenannten alternativen Lebenslauf. Der Harvard Professor Johannes Haushofer hatte Anfang 2016 mit seinem sogenannten CV of Failure viel Aufmerksamkeit bekommen.

Abschließend die beiden wichtigsten Tipps noch einmal zusammengefasst:

  • Halte Deinen Lebenslauf immer aktuell!
  • Achte darauf, dass Dein Lebenslauf mit der Zeit nicht immer länger und länger wird; er soll bereits auf den ersten Blick und nur über Deine wichtigsten Daten informieren.

Bist Du auch noch auf der Suche nach dem passenden Design? Im Internet gibt es zahlreiche Vorlagen für das Layout von Lebensläufen, die Du Dir entweder kostenlos herunterladen, käuflich erwerben oder Dich einfach von ihnen inspirieren lassen kannst.

Hast Du weitere Tipps für den Lebenslauf? Schreibe uns gerne einen Kommentar dazu!

 

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Franziska Saur

Franziska Saur

Studentin und Autorin bei Vom Buch zum Blog
Franziska studiert germanistische Sprachwissenschaften im Master an der Universität Heidelberg und beschäftigt sich auch auf Ihrem eigenen Blog mit ähnlichen Themen.
Franziska Saur