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Wir sind tagtäglich online. Das Internet ist allgegenwärtig und wir können uns ein Leben ohne kaum vorstellen. Wenn wir etwas wissen wollen, fragen wir Google. Doch alle diese Daten liegen auf Servern in riesigen Rechenzentren, die immer zur Verfügung stehen müssen.  Während wir uns im Internet über Nachhaltigkeit informieren, stellt sich die Frage: Wie steht es mit der Nachhaltigkeit im Internet?

Wieviel Strom verbraucht das Internet?

Wenn Du eine Suchanfrage bei Google stellst, kostet es grundsätzlich nicht viel Strom, genau genommen ca. 0,0003 Kilowattstunden. Doch in der Minute werden ca. 270.000 Suchanfragen an Google gestellt, sodass der Stromverbrauch gesamt doch nicht mehr so niedrig ist. Pro Monat verbrauchst Du durchs Googeln ungefähr die Energie einer 60-Watt-Glühbirne mit drei Stunden Leuchtdauer.

Nach Angaben von Greenpeace hätte das Internet, wäre es ein Land, den sechstgrößten Stromverbrauch. Laut Google verbrauchten allein Googles Rechenzentren im Jahr 2014 4.402.836 Megawattstunden Strom. Zum Vergleich: Die gleiche Menge verbrauchen 1,4 Millionen Privathaushalte zusammen.
In den nächsten Jahren wird der Stromverbrauch durch das Internet wahrscheinlich noch mehr steigen. Zum einen steigt die Internetnutzung immer weiter an, zum anderen gewinnt Cloud Computing immer mehr an Bedeutung. Wir speichern unsere Daten nicht mehr Zuhause auf unserem eigenen Rechner, sondern immer mehr auf externen Servern. Dadurch werden immer mehr Rechenzentren benötigt, die natürlich Strom verbrauchen.

Dazu kommt: Der Betrieb von Computern, Smartphones und IT-Services sorgt dafür, dass jährlich ca. 33 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt werden. Das entspricht ungefähr dem deutschen Flugverkehr im gleichen Zeitraum!

Wie kann ich nachhaltiger Surfen?

Die Frage ist leider nicht einfach zu beantworten. Die Verantwortung liegt eigentlich eher in den großen IT-Unternehmen. Sie müssen Lösungen finden, wie Rechenzentren effizienter arbeiten können, z.B. wie die Kühlung der Server besser geregelt werden kann. Und viele forschen schon längst aktiv daran und verbessern ihre Serverzentren nach und nach.
Doch es gibt auch Suchmaschinen, die der Natur aktiv etwas Gutes tun. So zum Beispiel Ecosia. Das ist eine Suchmaschine, die 80 % ihres Einnahmenüberschusses für das Projekt „Greening the desert“ einsetzt, wodurch Bäume in Burkina Faso gepflanzt werden. Bis Ende Januar 2018 konnten so insgesamt 20 Millionen Bäume gepflanzt werden! Durch Deine Suche mit Ecosia kannst Du Dich also an einem guten Projekt beteiligen.

Weitere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Internet

  • Beziehe Ökostrom
  • Achte bei Deinem Cloudanbieter etc. darauf, dass auch er Ökostrom bezieht
  • Schalte Laptop, Computer und Smartphone häufiger ganz aus, statt auf Stand-by
  • Auch Deinen WLAN Router kannst Du über Nacht ausschalten
  • Überdenke den Kauf eines neuen Laptops etc. genau. Hält der Alte nicht doch noch länger durch? Muss es immer das Neuste sein? Für die Herstellung technischer Geräte werden wertvolle Ressourcen benötigt! Wenn Du doch ein anderes Gerät willst, dann verkaufe Dein altes und verlängere seinen Lebenszyklus.

 

Wie Du siehst, sind die Auswirkungen des Internets ziemlich groß. Doch jeder von uns kann sein Bestes geben, um wenigstens ein bisschen Strom einzusparen. Denn zusammen betrachtet könnte eine Menge Energie eingespart werden, wenn alle deutschen Haushalte ihre Geräte über Nacht ganz ausschalten würden. Oder probier generell einmal längere Zeit auf Deinen Computer und Dein Handy zu verzichten und mache einen Digital Detox. Oder erfahre mehr zum Thema Nachhaltigkeit im Büro.

 

Was sagst Du zu diesen krassen Zahlen? Hättest Du gewusst, wie viel Strom beispielsweise allein durch Google verbraucht wird? Benutzt du schon eine nachhaltige Suchmaschine?

 

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Michelle Schnackenberg

Michelle Schnackenberg

Michelle steckt in den letzten Zügen ihres „irgendwas mit Medien“-Studiums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in den Münchener Bergen, an der Nordsee oder mit der Nase in einem guten Buch. Ansonsten ist sie gerne kreativ, zeichnet, fotografiert, näht, musiziert und schreibt.
Michelle Schnackenberg