…von den blöden blauen Haken

…von den blöden blauen Haken

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Vor nicht allzu langer Zeit lernte ich Micha kennen. Wie man das heutzutage so macht, unterhielten wir uns per WhatsApp. Irgendwann geschah es, dass Micha meine Nachricht las, aber nicht antwortete. Die Wirkung bei mir war dieselbe, wie bei vielen anderen Frauen: Es machte mich wahnsinnig. Stunden vergingen, in denen ich bei jedem Aufblitzen des Handydisplays in freudiger Erwartung darauf starrte, nur um mir mitteilen zu lassen, dass Matthias Schweighöfer gerade ein neues Video bei Instagram gepostet hat oder dass meine Tante morgen zum Kaffee vorbeikommt. (mehr …)

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…von der reichen armen Welt

…von der reichen armen Welt

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Neulich traf ich während meines Aufenthalts am Flughafen von Istanbul Steve. Steve, schätzungsweise Mitte 20, setzte sich zu mir und begann zu reden. Finance und Accounting habe er studiert – in Großbritannien. Jetzt würde er zum ersten Mal seit zwei Jahren in seine Heimat Nigeria zurückkehren. Ich selbst war auf dem Weg zu einer Freundin nach Mumbai, die ich während des Studiums kennengelernt habe und seit drei Jahren nicht mehr gesehen hatte. Steve und ich bereisten also dank unserer Bildung, wenn auch aus verschiedenen Beweggründen, die Welt. Auslandssemester sind heutzutage normal, internationale Forschungsprojekte sowieso. Die Erde ist ein dicht vernetztes globalisiertes Hochgeschwindigkeitsnetz geworden. Allerdings nicht für alle. Wir, die vermeintlich studierte Elite, profitieren davon.

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…von dem Bachelor, Hollywood und der Liebe

…von dem Bachelor, Hollywood und der Liebe

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Gerade läuft die neue Bachelor-Staffel im Fernsehen. Daniel heißt der diesjährige Strahlemann. 22 Single-Frauen buhlten zu Beginn der Sendung um seine Gunst. Er küsste sich durch die Reihen, tat so als sei er der Organisator super romantischer Dates, bei denen zwar immer viel getrunken, aber selten viel gegessen wird und machte eine nach der anderen Komplimente, die einfallsloser nicht hätten sein können. Die Mädels lieferten sich einen Zickenkrieg in ihrer Villa, hübschten sich mit kurzen Röckchen und Hochhaus-Hacken auf, wurden wahlweise ganz verlegen, wenn ihr Rosenkavalier den Raum betrat oder schmissen sich ihm um den Hals. (mehr …)

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…von der Unbestimmtheit der Zukunft

…von der Unbestimmtheit der Zukunft

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Wir waren alle mal so richtig jung. Im Kindergarten schwebte uns noch vor Tierärztin oder Feuerwehrmann zu werden, Ballerina oder Baggerfahrer, auf jeden Fall wollten wir irgendetwas mit unserem Leben anfangen, das Spaß macht. In der Grundschule fing dann „der Ernst des Lebens“ an, so teilten mir es jedenfalls regelmäßig die Erwachsenen in meinem Umfeld vor dem ersten Schultag mit. Im Nachhinein betrachtet finde ich das ganz schön fies. (mehr …)

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…von der Kostbarkeit der Zeit

…von der Kostbarkeit der Zeit

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Wie viele andere Menschen kurz vor Weihnachten lasse auch ich das Jahr Revue passieren. Überall höre ich „das Jahr ging rum wie nix“ oder „ich weiß gar nicht, wo die Zeit geblieben ist“. Wo geht die Zeit hin, wenn sie nicht mehr da ist? Puff, ein Tag weg, eine Woche, ein Monat. Was bleibt sind die Erinnerungen an das Gelebte. Je mehr Erlebtes da ist, desto erfüllter das Leben. Insgeheim ist das uns allen bewusst. Und doch lassen wir uns vom Alltag oft so vereinnahmen, dass wir am Ende alles machen, nur nicht das, was wirklich wertvoll ist. „Zeit ist Geld“ lautet heutzutage viel zu oft die Devise.

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