WG-Geschichten: Die Mottenplage

WG-Geschichten: Die Mottenplage

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Ich lümmele gemütlich auf meinem Bett in meinem Zimmer, halb sitzend, halb liegend, angelehnt an die warme Heizung. Plötzlich bemerke ich aus dem Augenwinkel, dass etwas neben mir durch die Luft flirrt: eine Motte. Das ist nicht ungewöhnlich, in meiner WG haben wir immer mal wieder mit Motten zu kämpfen. In letzter Zeit war es mal wieder besonders schlimm. Täglich werde ich (im sonstigen Leben fast Vegetarierin) vier bis fünf Mal zur kaltblütigen Killerin von Motten. Immer öfter finden sie den Weg aus der „Küche“ (die in unserer Dachgeschoss-Wohnung einfach über den Flur verteilt ist) in unsere Zimmer.

Aber heute ist etwas anders. Noch während ich auf der Jagd nach dieser einen Motte bin, taucht neben mir eine weitere auf. Und dann noch eine und noch eine. Ich dreh mich um und sehe, dass am Drehknauf meiner Heizung ein Nest hängt. Ein Kokon wie aus dichten Spinnweben. Ich beuge mich näher ran, schaue durch ein Loch rein und sehe, dass es darin von sich windenden Larven nur so wimmelt. Mir bleibt fast keine Zeit für das sich einstellende Ekel-Gefühl. Plötzlich kommt ein ganzer Schwarm Motten aus dem Nest geflogen. Wie haben die überhaupt alle da reingepasst? Ich fühle mich wie in einem biblischen Untergansszenario. Schreie auf, möchte wegrennen und auf dem Weg nach draußen meine Mitbewohner warnen…

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