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Aus Stunden werden Tage, aus Tagen werden Wochen und aus Wochen werden Monate – bis der Zulassungsbescheid in Deinen Briefkasten flattert, kann eine lange Zeit des Wartens vergehen. Doch eines Tages wird Deine Geduld belohnt und Deine lang ersehnte Zulassung ist endlich da! Nun ist alles unter Dach und Fach. Doch Moment: Bevor Du zu Hause alle Zelte abbrichst, musst Du Dir überlegen, wo Du Dein neues Lager aufschlagen willst. Aber wohin willst Du ziehen: Einzimmerwohnung, Studentenwohnheim oder WG?
Während des Studiums gibt es verschiedene Wohnmöglichkeiten.  Je nachdem, was für ein Mensch Du bist, passen bestimmte Arten besser zu Dir als andere. Um Dir einen Überblick zu geben, welche Wohnarten es überhaupt gibt und welche Form am besten zu Deiner Persönlichkeit passt, haben wir Dir eine Liste von Vor- und Nachteilen der einzelnen Möglichkeiten zusammengestellt.

Wenn Du Dich noch entscheiden musst, ob Du überhaupt von zu Hause ausziehen möchtest, empfehlen wir Dir unseren Artikel über die Vor- und Nachteile des Ausziehens.

 

Möglichkeit 1: Das Studentenwohnheim

Studentenwohnheime sind meistens große Gebäudekomplexe, in denen eben nur Studenten wohnen dürfen. Oft gibt es verschiedene Möglichkeiten: Es kann sein, dass Du ein ganzes Appartement für Dich hast, mit eigener Küche und Bad. Manchmal kommt es aber auch vor, dass Du Dir mit den restlichen Bewohnern der Etage Küche und Bad teilst. Seltener gibt es auch Studentenwohnheime, wo mehrere WGs untergebracht sind.

Die Vorteile sind ganz klar:

  • Meistens sind Wohnungen in Studentenheimen sehr günstig
  • Du kannst relativ leicht neue Bekanntschaften knüpfen
  • Du hast Deine Ruhe, aber gleichzeitig auch ein Gemeinschaftsgefühl
  • Studentenheime sind meistens in Campusnähe, sodass Du kurze Wege hast
  • Für Gemeinschaftsräume gibt es meistens einen Putzservice 😉

Nachteile:

  • Appartements in Studentenwohnheimen sind oft sehr begehrt, deshalb sollte man sich so schnell wie möglich bewerben
  • Manchmal könnte es etwas lauter sein
  • Nicht jeder mag es, Küche und Bad mit anderen zu teilen

Fazit:

Appartements in Studentenwohnheimen eignen sich für jeden, der nicht zu viel Geld ausgeben möchte, sich gerne mal zurückzieht, aber nicht ganz auf ein zwangloses Gemeinschaftsgefühl verzichten möchte.

 

Möglichkeit 2: Die Wohngemeinschaft

In einer Wohngemeinschaft teilst Du Dir eine Wohnung mit anderen Menschen, hast aber Dein eigenes Zimmer. Bad und Küche teilt man sich in der Regel, manchmal gibt es auch noch einen Gemeinschaftsraum.

Vorteile:

  • Du kannst super Kontakte knüpfen und Freunde fürs Leben finden
  • Du bist so gut wie nie allein und wenn Dir langweilig wird, ist meistens jemand da, mit dem Du etwas machen kannst
  • WG Zimmer sind günstiger als Einzelappartements
  • Hausarbeiten wie Putzen und Müll rausbringen werden geteilt. Auch Geräte wie Waschmaschine, Drucker, Wäscheständer etc. oder Internetkosten können geteilt werden. Wenn Du in eine bestehende WG ziehst, musst Du meistens auch keine Küchenutensilien oder Ähnliches kaufen.

Nachteile:

  • Wenn man sich mit den Leuten nicht so gut versteht, kann sich das Zusammenleben schwierig gestalten. Deswegen solltest Du Dir vorher Zeit nehmen, um die Mitbewohner etwas kennenzulernen und zu schauen, ob ihr auf einer Wellenlänge seid
  • Partys sind nicht unbedingt ausgeschlossen (ist natürlich ein Vorteil, wenn Du das magst 😉). Doch es könnte eben manchmal lauter werden, wenn man vielleicht eigentlich seine Ruhe haben wollte
  • Einige Deiner Mitbewohner sind möglicherweise schon früher mit dem Studium fertig und ziehen aus. So musst Du Dich auch auf neue Menschen einstellen können.

Fazit:

Für das WG-Leben solltest Du kompromissbereit und rücksichtsvoll sein, da Du eben nicht alleine wohnst. Wenn Du gerne in Kontakt mit Menschen bist und neue Leute kennenlernen möchtest, eignet sich eine WG wunderbar für Dich. In einer WG wird es selten langweilig, was Du sicher schon weißt, wenn Du unsere WG-Geschichten liest.

 

Möglichkeit 3: Zuhause wohnen

Vorteile:

  • Bei Deinen Eltern zu wohnen ist günstig. In der Regel zahlst Du keine Miete, keinen Strom, Wasser, etc.
  • Hausarbeiten werden meistens übernommen. Zwar solltest Du Dich daran beteiligen, doch der Umfang und die Häufigkeit sind nicht so hoch wie in einer eigenen Wohnung.
  • Es gibt leckeres, günstiges Essen 😉
  • Du bist nicht alleine, bleibst in Deinem bekannten Umfeld und musst Dich nicht umgewöhnen.

Nachteile:

  • Du hast weniger Privatsphäre
  • Du wirst nicht so selbstständig wie in einer WG oder eigenen Wohnung. Stattdessen bleibst Du in Deiner gewohnten Komfortzone hängen.
  • Du musst Rücksicht auf Deine Familienmitglieder nehmen

Fazit:

Wenn Du schnell Heimweh bekommst oder noch nicht weißt, ob Dir das Studium wirklich zusagt, kannst Du erst einmal zuhause wohnen bleiben. So kannst Du in Ruhe schauen, ob Du während des Studiums doch vielleicht ausziehen willst. So sparst Du Dir Aufwand und Geld.

 

Möglichkeit 4: Einzimmerwohnung

Eine Einzimmerwohnung besteht, wie der Name schon sagt, nur aus einem Raum. Das heißt, Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer sind in einem Zimmer vereint. Küche und Bad sind natürlich extra, wobei die Küche oft mit dem Wohnraum verbunden ist.

Vorteile:

  • Du hast viel Gestaltungsfreiraum. In Deiner Wohnung kannst Du Dich so einrichten, wie Du es gerne magst
  • Du bist Dein eigener Herr und bestimmst, wann geputzt wird, musst auf niemanden (außer auf Deine Nachbarn) Rücksicht nehmen und kannst jederzeit ins Bad.
  • Du wirst selbstständig und lernst Verantwortung zu tragen
  • Du hast Deine Ruhe, wenn Du lernen oder schlafen willst

Nachteile:

  • Du bist oft allein und könntest einsam werden
  • Du trägst die Verantwortung für Deine Wohnung ganz allein und musst Dich eigenständig um Probleme kümmern
  • Meistens ist eine kleine Wohnung teurer als ein Zimmer in einer WG oder im Studentenwohnheim, nicht nur wegen der Mietkosten, sondern auch aufgrund von Elektrogeräten oder Küchenutensilien, die Du vielleicht noch kaufen musst.
  • Anfallende Arbeiten wie Putzen fallen auf Dich allein zurück

Fazit:

Wenn Du Deine Ruhe brauchst, Dich nicht schnell einsam fühlst und gerne für Dich selbst verantwortlich bist, ist eine kleine eigene Wohnung optimal für Dich.

Welche Wohnform Du Dir aussuchst, liegt ganz bei Dir. Du solltest aber schon darauf achten, dass es zu Deiner Art passt. Wenn Du viel Ruhe brauchst und nicht so gerne mit Menschen in Kontakt bist, ist eine WG vielleicht nicht ganz optimal. Andererseits ist es aber auch eine gute Möglichkeit, um es einfach mal auszuprobieren und Deinen Horizont zu erweitern. Du solltest realistisch abwägen, was Dir am besten gefällt. Bleibe dabei aber nicht zu sehr in Deiner Komfortzone, sondern sei mutig, etwas Neues zu probieren!

Wenn Du Dich noch entscheiden musst, ob Du überhaupt von zuhause ausziehen möchtest, empfehlen wir Dir unseren Artikel über die Vor- und Nachteile des zu Hause Ausziehens.

Und, wofür hast Du Dich entschieden? Oder welche Wohnform würdest Du gerne Mal ausprobieren? Wir freuen uns immer über Kommentare und spannende neue Blickwinkel!

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Michelle Schnackenberg

Michelle Schnackenberg

Michelle steckt in den letzten Zügen ihres „irgendwas mit Medien“-Studiums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in den Münchener Bergen, an der Nordsee oder mit der Nase in einem guten Buch. Ansonsten ist sie gerne kreativ, zeichnet, fotografiert, näht, musiziert und schreibt.
Michelle Schnackenberg